#1000Fragenanmichselbst No. 2 – Selbstfürsorge: nur ein Trend?

Johanna hatte die Idee, herauszufinden, wer sie ist seit sie Mutter ist und wird 2018 Stück für Stück 1000 Fragen beantworten. Sie hat dazu aufgerufen mitzumachen, was ich total gerne gemacht habe, wie ihr hier sehen könnt. Da wöchentlich 20 Fragen beantwortet werden können, sind wir schon in Runde 2.

In der letzten Woche habe ich viel darüber nachgedacht, warum gerade so viele Menschen über Selbstfürsorge, Achtsamkeit etc. reden. Nicht nur in diesem Internet, sondern auch privat begegnet mir das Thema immer wieder und ich selbst habe im Herbst 2017 angefangen, das ein oder andere zu lesen, Podcasts zu hören und mich zu fragen, was ich ändern kann.

Man könnte nun vermuten, dass Achtsamkeit der neue Trend 2018 ist, ich glaube jedoch, dass es viel mehr ist. Ich ziehe jetzt mal einen etwas komischen Vergleich: Mit der Selbstfürsorge ist es wie mit Zahnproblemen, jeder ist irgendwie betroffen, aber niemand redet darüber…bis jemand anderes anfängt. Unangenehme Dinge werden gern verschwiegen oder zumindest nicht an die große Glocke gehängt, wenn jedoch jemand den Mut beweist, das Thema anzusprechen, bricht auch bei anderen das Eis. So schlecht ist der Zahnvergleich also gar nicht.

Unsere Gesellschaft ist immer noch eine Leistungsgesellschaft. Ich habe das Gefühl, dass es sich langsam wandelt, allerdings wirklich langsam. So hat man neben dem Vollzeitjob auch ansonsten einen vollen Terminkalender zu haben. Wer seinen Kollegen nach einem Wochenende erzählt, dass er nichts unternommen hat, wird oftmals komisch beäugt. Zu sagen, dass man sich im hektischen Alltag verloren hat, wird oftmals immer noch als Schwäche gewertet. Als sich die Buchstaben in meinem Kopf zu dem Satz “Ich kann nicht mehr” formten und mein Körper die dazugehörigen Reaktionen zeigte, habe ich allen, die nicht zum engsten Kreis gehören, strahlend erzählt, wie gut es mir geht.

Deshalb ist es richtig, dass dieses Thema überall angesprochen und diskutiert wird. Wir dürfen darüber reden, wenn uns etwas zu viel wird, wenn wir uns verloren haben und wir uns auf eine Reise zurück begeben.

Langer Rede kurzer Sinn, hier kommt nun mein zweiter Teil der 1000 Fragen:

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken? Das ist eine Frage, die man schnell mit seiner Wunschvorstellung beantwortet. Wenn ich aber ehrlich zu mir selbst bin, muss ich hier mit “ja” antworten.
22. Welche Tageszeit magst du am liebsten? Ufff, Tageszeit. Ich mag den Vormittag, da bin ich am produktivsten.
23. Kannst du gut kochen? In meiner Vorstellung kann gut kochen, wer bereits gedanklich, verschiedene Geschmacksrichtungen kombinieren kann, wer beim Besuch des Marktes, gedanklich in der Küche steht und weiß, wie er welche Kräuter einsetzen kann. Da bin ich raus. Ich kann einigermaßen improvisieren, schaffe es aber schon nicht, mich an Rezepte zu halten, so dass das ein oder andere Essen wahrscheinlich noch besser schmecken könnte.
24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten? Spontan dachte ich bei der Frage an den Herbst. Grau und unscheinbar, aber trotzdem überraschend schön, wenn man genau hinguckt. Ich glaube, dass ich in der Masse nicht auffalle, wer mich aber kennenlernt, trifft einen sehr aufmerksamen Menschen, der immer mit einem offenen Ohr und offenen Augen durch die Welt geht.
25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht? Winnie Pooh hat gesagt “They say, nothing is impossible, but I do nothing every day.” Das kann ich nicht behaupten. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, wann ich überhaupt einmal nichts getan habe.
26. Warst du ein glückliches Kind? Ich glaube, ja.
27. Kaufst du oft Blumen? Nein, sogar nur sehr selten. Auch wenn ich schöne Sträuße mag, schreckt es mich immer ab, dass die Pracht nach einer Woche vergangen ist.
28. Welchen Traum hast du? Die Antwort kennt ihr schon aus der ersten Runde: Ein Haus am Meer.
29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt? Wenn ich sowohl mein Elternhaus als auch die Wohnungen des Mannes mitzähle, komme ich mit meinen eigenen Wohnungen auf 10.
30. Welches Laster hast du? Süßigkeiten.
31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen? “Sophia, der Tod und ich” von Thees Uhlmann … ich erzähle jetzt lieber nicht, worum es geht, falls es noch jemand lesen will.
32.Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst? Nach der Geburt des Kindes wurden mir meine zuvor ganz langen Haare zu aufwendig, weshalb ich mich von 20-30cm verabschiedet habe und ich bin immer noch sehr glücklich damit.
33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig? Ja, auch etwas, woran ich arbeiten muss.
34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto? Genug 🙂
35. In welchen Laden gehst du gern? In Pankow gibt es einen Laden, der “zweite Liebe” heißt. Dort gibt es ausschließlich schöne Dinge.
36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe? Bier oder Cola, wenn es kein Alkohol sein soll.
37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen? Ja, immer.
38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit? Wenn ich mir etwas ganz eigenes aufbauen würde und ausschließlich das tun würde, wäre es etwas, was anderen Menschen zugute kommt.
39. Willst du immer gewinnen? Nein, aber erst seitdem das Kind da ist. Früher wollte ich immer gewinnen, jetzt ist es viel schöner zuzusehen, wenn das Kind sich über seinen Erfolg freut.
40. Gehst du in die Kirche? Nein. Ich bin Kirchenmitglied, gehe aber nicht zu Gottesdiensten, wenn es nicht um Trauungen, Taufen etc. von Freunden oder der Familie geht.

Macht ihr auch mit?

 

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