1000 Fragen an mich selbst

Als ich vor ein paar Tagen den Blogpost von Johanna gelesen habe, habe ich mich ein bisschen ertappt gefühlt. Bei Teilen ihres Textes nickte ich stumm vor mich hin und war dankbar, dass jemand das ausspricht, was mich in letzter Zeit so stark beschäftigt.

Wie wahrscheinlich viele Mamas habe ich die Familie immer an die erste Stelle gestellt und gesagt, ich kann auch noch in den nächsten Tagen für mich sorgen. Ich habe es eine Woche nicht zum Sport geschafft? Dann mache ich das halt eine Woche später. Ich habe lange kein Buch gelesen? Die Bücher laufen ja nicht weg. Die Liste könnte ich ewig weiterführen, denn eins kann ich gut…mich hinten anstellen. Aber irgendwann schlägt dann doch die Stimmung um, Stress und Erschöpfung machen sich breit. Mit Konsequenzen für die ganze Familie. Das Aufrechnen mit dem Partner, dass Johanna beschrieben hat, kenne ich nur zu gut.

Eine Freundin sagte mir “Du musst dir auch mal etwas erlauben!” Damit traf sie den Nagel auf den Kopf. Oft habe ich dieses oder jedes auf irgendwann später verschoben, weil ich es ja auch ohne gehen muss. Genügend Mütter wuppen den Alltag, mit zwei oder drei Kindern und Vollzeitjob, da kann ich mich doch nicht beklagen. Pause machen, könnte ich irgendwann. Nur ist es irgendwann zu spät. Die Einsicht habe ich im letzten Jahr endlich gehabt und begonnen, wieder auf mich zu hören und zu achten. Das klappt nicht von jetzt auf gleich.

“Eine Gewohnheit kann man nicht einfach zum Fenster hinauswerfen, man muss sie Stück für Stück die Treppen hinunterlocken.”

Mark Twain

Es ist ein Prozess, der sicherlich mal mehr und mal weniger gut gelingen wird, aber die Hauptsache ist, dass ich angefangen habe, den Weg zu gehen. Auf dem Weg kommen mir die 1000 Fragen an mich, die Johanna Stück für Stück beantworten will, gerade recht. Ich weiß jetzt noch nicht, ob ich hier alles beantworten möchte und ob ich es wöchentlich schaffe, aber nach dem Motto “alles kann, nichts muss”, werde ich da sicherlich für mich einen guten (Mittel-)Weg finden.

 

Hier kommt also der erste Teil der 1000 Fragen an mich selbst

  1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? Ich erlebe zum Glück viele erste Male, weil ich gerne dies und das ausprobiere. Es sind meist kleine erste Male, aber ich nehme sie ganz bewußt als solche wahr. Am 6. Januar 2018 habe ich mich das erste Mal an selbstgemachtem Granola probiert und es ist sehr gut geworden.
  2. Mit wem verstehst du dich am besten? Darüber habe ich lange nachgedacht und schwanke immer noch zwischen drei Personen. Mein erster Impuls,  und manchmal muss man Fragen ja einfach sofort und ohne langes Grübeln beantworten, war meine Schwester.
  3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Instagram. Definitiv Instagram, so inspirierend es manchmal ist, so überflüssig ist es auch, sich ohne Ziel durch drölf Million Fotos zu scrollen.
  4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Da gibt es leider nicht viele, weil mir die meisten einfach zu flach sind.
  5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Es kommt auf mein Gegenüber an. Im beruflichen Umfeld wäre es mir sehr unangenehm und würde alles tun, jede Träne zu unterdrücken. Privat war das mal ähnlich, was sich aber in den letzten Jahren geändert hat.
  6. Woraus besteht dein Frühstück? In der Woche gibt es Porridge, am Wochenende holt der Mann auch gerne mal Brötchen.
  7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Meinem Kind und meinem Mann.
  8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? Das Problem, sich lange Zeit hinten anzustellen, habe ich genauso von ihr, wie meinen Hang alles selbst machen zu wollen. Und meinen DIY-Fimmel habe ich von ihr.
  9. Was machst du morgens als erstes? Aufstehen und dann Frühstück.
  10. Kannst du gut vorlesen? Ich behaupte “ja”
  11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Keine Ahnung. Ich weiß es wirklich nicht mehr. Es gibt Fotos, auf denen zu sehen ist, dass ich mit großen Augen beobachtete, was der bärtige Mann so macht. Und ich weiß, dass ich irgendwann vermutete, man Onkel würde in dem Kostüm stecken. Wann das war, weiß ich jedoch nicht mehr.
  12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Ein Haus am Meer.
  13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Es wäre schön, wenn ich in manchen Bereichen nicht alles so eng sehen würde. Aber daran arbeite ich.
  14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Danke Netflix für die Auswahl. Da ich gerade “Gilmore Girls” gucke, nenne ich das hier.
  15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Puhhh, irgendwann als Kind. Aktuell sind bei uns Vergnügungsparks nicht so interessant, da geht es eher in Tierparks.
  16. Wie alt möchtest du gerne werden? Ich habe da keine Zahl im Kopf, nur, dass ich lange körperlich und geistig fit sein möchte.
  17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? An unseren Amrum-Urlaub vor (ich glaube) vier Jahren. Es war der gefühlte längste und definitiv erholsamste Urlaub, der mich am letzten Abend Tränen vergießen ließ, weil ich nicht nach Hause fahren wollte. Soviel zu der Sache mit dem Weinen, die wir oben schon einmal hatten.
  18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Wie totale Leere.
  19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Mein richtiger voller Name gefällt mir tatsächlich nicht wirklich, da bin ich froh um Abkürzungen und kleine Abwandlungen.
  20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Ich überlege hin und wieder, ob eine Entscheidung richtig gewesen ist und habe nun lange überlegt, ob ich in den Situationen bzw. im Nachgang tatsächlich gezweifelt habe. Ich glaube, nein. Denn so schwer es manchmal einzusehen ist, jede Entscheidung der Vergangenheit hat mich am Ende zu der Person gemacht, die ich jetzt bin.

 

Puh, erster Teil geschafft. Wer Lust hat, mitzumachen, ist herzlich eingeladen. Lest einfach den oben verlinkten Artikel von Johanna und beantwortet selbst eure ersten 20 Fragen.

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