3 kleine Dinge

Die letzte Woche strotze nur so vor lauter schönen Kleinigkeiten, so dass es mir schwer fiel, meine drei Highlights rauszusuchen; mit dem passenden Oberbegriff für einige der Kleinigkeiten bin ich nun aber doch auf drei Dinge gekommen.

Auszeit

Kurz vor Silvester und somit zum Jahresabschluss 2017 habe ich mir eine kleine Auszeit gegönnt. 24h nur für mich. Es waren meine ersten 24h weg von der Familie, die nicht dienstlich bedingt waren und es war wirklich komisch. Ich bin mit einem schlechten Gewissen und flauem Gefühl im Magen gegangen. Während ich bei den Dienstreisen bisher immer die Begründung hatte, dass es keine Alternative gäbe, gab es in meinen Augen dieses Mal keinen Grund zu gehen. Falsch. Ich war der Grund. Etwas ausgebrannt war es mehr als notwendig, endlich mehr als eine Stunde auf mich zu hören und mir etwas Gutes zu tun. Also ging ich zum Friseur, schlenderte in Ruhe durch eine Buchhandlung (natürlich nicht ohne Beute), kaufte mir einen Sekt, fuhr ins Hotel und telefonierte drei Stunden mit einer Freundin. Dass das Design-Hotel, in dem ich gebucht hatte, seinem Namen keine Ehre machte und im Nachgang eine entsprechende Bewertung auf einem großen Buchungsportal erhielt, war nicht so wichtig. Dass ich in der Nacht nicht wirklich gut schlief hingegen, war etwas schade. Trotzdem habe ich am nächsten Morgen in Ruhe gefrühstückt, bummelte durch kleine Geschäfte, setzte mich in ein Café, las mein Buch und ging ins Aquarium, um Quallen zu bestaunen. Insgesamt gab es in den 24h also so viele wundervolle schöne Dinge, dass ein Oberbegriff hermusste.

Meditieren

Das beeindruckenste Erlebnis meiner 24h-Auszeit verdient einen gesonderten Punkt. Während ich so im Café saß, fiel mir ein alter Herr auf, der mitten im Trubel der Großstadt auf einer Bank saß und meditierte. Um ihn herum sprangen Kinder, quatschten Touristen und es liefen fortlaufend Menschen vorbei. Er saß einfach nur da und meditierte. Zwei Stunden lang. Er war Ruhe und Gelassenheit und ihm zuzusehen hat mich mit so viel Freude erfüllt, dass ich bei dem Gedanken an ihn sofort wieder zu lächeln beginne.

Neujahrslauf

Seit ein paar Jahren gehe ich am 1. Januar laufen. Ja, ich gehe auch im restlichen Jahr laufen, da sind mir die Tage allerdings herzlich egal. Ich habe keinen festen Trainingsplan und laufe, wenn ich es als Ausgleich brauche oder ich einfach Lust darauf habe. Der Lauf am 1. Januar ist mir jedoch wichtig. Dann gehe ich sogar morgens laufen, was eigentlich nicht gerade meine liebste Zeit dafür ist. Aber am 1. Januar ist alles noch so neu. Im letzten Jahr konnte ich morgens noch die verrauchte Luft der Nacht riechen. Dieses Jahr, war es klare und frische Luft. Luft die ein gutes Jahr ankündigte.

 

Habt ihr Lust von euren drei Highlights zu erzählen? Dann los, ich bin gespannt.

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