3 kleine ziemlich große Dinge

Was soll ich sagen? Ich bin wohl etwas vorschnell gewesen, als ich mir vor ein paar Wochen vornahm, jeden Mittwoch drei Kleinigkeiten niederzuschreiben, die mir den Alltag versüßen. Früher hätte ich mich wahnsinnig gestresst, um alle Ideen umzusetzen, auch wenn dies realistisch betrachtet einen 72h-Tag erfordern hätte. Aber da es hier ja um den Spaß an der Freude geht, mussten die kleinen Dinge warten; gut  konserviert in meinem Bullet Journal, denn für mich habe ich fast täglich notiert, was Potential hat, in Vergessenheit zu geraten. Da ich heute Lust habe, drei Highlights in die Tasten zu klopfen, kommen nun völlig außerplanmäßig an einem Donnerstag 3 kleine große Dinge, die mich in den letzten Wochen so richtig gefreut haben. Und in Zukunft kommen die 3 kleinen Dinge immer mal so, wann immer ich darauf Lust habe.

Abschied

Ich konnte ein glückliches und lachendes Kind in die KiTa bringen. Was für viele eine Selbstverständlichkeit ist, ist für mich quasi eines meiner “Big 5 for life”, denn das gab es bisher nicht. Hat der Papa den Transport in die KiTa übernommen, wurde gewunken, gelacht und in den Gruppenraum gerannt. Bei mir wurde geweint, weil sich das Kind nicht gut von mir trennen kann. Leider ist das Papa-Taxi nicht jeden Tag buchbar und so mussten das Kind und ich uns einmal in der Woche der Aufgabe des Abschiedes stellen. Und da war er, der lang erwartete Tag. Wir hatten morgens viel Zeit und Ruhe, gehen Hand in Hand zur KiTa und schon im Umkleideraum merke ich, dass das Kind es an diesem Tag kaum abwarten kann, zu den anderen Knirpsen zu laufen. Kaum sind die Schuhe abgestellt, wird die Tür geöffnet und losgerannt. Einmal umdrehen, gucken, lachen und auf ins Spiel. Wow. An dem Tag hatte ich Freudentränen in den Augen als ich die KiTa verließ.

Tattoo-Termin

Ich freue mich immer noch wie ein Schnitzel, wenn ich daran denke. Seit ich 16 bin möchte ich mich stechen lassen. Mir geisterten im Laufe der Jahre unterschiedliche Motive im Kopf rum, jedes hielt sich recht lange, aber keines schaffte es unter die Haut. Warum? Weil ich dann doch ein kleiner Angsthase war. Bedenken in jeglicher Form und Güte haben über Jahre, ja fast Jahrzente dafür gesorgt, dass ich mich nie um einen Termin gekümmert habe. Ich habe bei Pinterest eine Sammlung angelegt, bei Instagram gelikt, aber bin nie den letzten Schritt ins Studio gegangen. Bis sich vor nicht allzu langer Zeit mein Leben ein bisschen drehte und kurz davor war, sich auf den Kopf zu stellen und ich einsehen musste, dass Bedenken mich am Ende auch nicht glücklich machen. Also habe ich mich um einen Termin gekümmert und warte nun bis ins Frühjahr 2018 voller Vorfreude auf Tattoo No. 1 und 2.

Gelassenheit

Ich werde immer besser darin, mich nicht aufzuregen. Das konnte ich mal ziemlich gut. Auch auf die Gefahr hin, dass es wahnsinnig alt klingt, muss ich “damals” sagen. Zu Abizeiten, bin ich diejenige gewesen, die nach einer durchfeierten Nacht und wenig Schlaf, morgens um 7 Uhr gutgelaunt am Frühstückstisch saß. Ich war die, die nicht verstanden hat, warum sich Menschen über Regen oder andere Dinge beschweren, die sie ohnehin nicht ändern können. Diese Person ist irgendwie in Teilen auf der Strecke geblieben, dabei mochte ich die Person sehr. Aber alte Freunde kann man wieder in sein Leben holen, wenn man sich zwischendurch aus den Augen verloren hat, denn man trifft sich ja bekanntlich (mindestens) zwei mal im Leben. Und so freunde ich mich wieder an mit meinem gelassenen Ich von früher. Regen stört mich immer noch nicht, aber auch der Job, der zwischendurch nur blöde und nervende Aufgaben mit sich bringt, ist ok, so wie er ist, denn es kommen auch wieder andere Tage.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.