3 kleine Dinge

Kleine Dinge sind wundervoll, sie schaffen es, uns in wenigen Sekunden in totale Euphorie zu versetzen und uns den Tag zu versüßen. Leider werden diese kleinen Dinge, die uns zunächst so glücklich gemacht haben, dann im großen Alltagsbild oft wieder vergessen. Die kleinen, aber knalligen Farbtupfer fallen dem Betrachter des grauen Bildes nicht direkt ins Auge und machen das Bild doch zu etwas ganz Besonderem.

Als Homage an die kleinen Dinge im Leben, werde ich nun jeden Mittwoch meine schönsten drei Kleinigkeiten der vergangenen Woche mit euch teilen und würde mich freuen, wenn ihr mitmacht oder euch inspirieren lasst, in der ein oder anderen Kleinigkeit auch etwas ganz Besonderes zu sehen.

Hier kommen meine 3 kleinen großen Highlights der letzten Woche:

eine neue Lieblingstasse

Am Wochenende hatten wir einen Termin in der Nähe des Bergmann Kiezes und haben die Gelegenheit am Schopfe gepackt, in Ruhe durch kleine Geschäfte zu schlendern und in der Markthalle Mittag zu essen. Aus einem Schaufenster schrie mich eine Tasse mit geometrischem Muster an. “Kauf mich” brüllte sie als ich den Laden betrat. Zu ihrem Pech war sie in Gesellschaft eines großen Tasse, in Pastellfarben, die zurückhaltend ein “ich brauche ein neues zu Hause, ich wurde bereits reduziert” flüsterte. Da half ich gern aus und fand in der leisen Tasse meine neue Lieblingstasse, die mir jeden Morgen Freude bereitet, wenn ich ihr in der Küche begegne.

ein Sitzplatz in der S-Bahn

Ich bin nicht schwanger, on der Rente bin ich noch weit entfernt, ich habe mir keinen Fuß gebrochen oder bin in irgendeiner Weise gehbehindert.

Mir wurde ein Platz in der S-Bahn angeboten.

Hätte ich es nicht selbst erlebt, würde ich auch davon ausgehen, dass sich die beiden ersten Sätze gegenseitig ausschließen. Mit Glück werden alten Menschen, Schwangeren oder anderen Personen, bei denen es angebracht ist, ein Sitzplatz angeboten. Gerade im Berufsverkehr sind die Menschen meist so mit sich selbst beschäftigt, dass diese Form der Aufmerksamkeit gänzlich zu kurz kommt. Und doch ist es mir passiert. Morgens auf dem Weg zur Arbeit, stand ein Mann in der vollen S-Bahn auf und bot mir seinen Platz an. Einfach so. Das hat mir für den ganzen Tag ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

eine extra Runde um den Block

Als ich das Kind nach einem langen Tag endlich abgeholt habe, war es nur schwer davon zu überzeugen, entgegen unserer üblichen Routine direkt nach Hause zu gehen. Also gingen wir an unserem Eingang vorbei, liefen die Straße entlang, bogen ab und machten insgesamt einen großen Bogen, um wieder an unserer Haustür zu landen. Wir raschelten im Herbstlaub und atmeten tief ein. An dem Tag gab es später Abendbrot, es ging später ins Bett und diese 15 min zusammen im Laub waren das allemal wert.

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